Fontin & Company wurde 1995 als Spin-Off der Universität St. Gallen gegründet, um Beratungsleistungen für infrastrukturgetriebene Unternehmen anzubieten. Zu unseren Kunden gehören sowohl große internationale Konzerne und Organisationen als auch mittelständische und kommunale Unternehmen. Schwerpunktmäßig kommen unsere Kunden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz und Österreich). Daneben arbeiten wir eng mit führenden internationalen Hochschulen und namhaften Experten zusammen.

Das sind wir. Managementberatung für Infrastrukturgetriebene Unternehmen.

Der Fokus von Fontin & Company liegt auf infrastrukturgetriebenen Unternehmen in den Bereichen Energie, Mobilität sowie sonstigen Infrastrukturen. Diese zeichnen sich vor allem durch umfangreiches und langfristig in Anlagen gebundenes Kapital aus. Für die Unternehmen ergeben sich daraus spezifische Erfolgsfaktoren und Herausforderungen wie beispielsweise aus der Diskrepanz zwischen der Langlebigkeit der Assets und dem sich kurzfristig ändernden Nutzerverhalten. Neben den strategischen Fragestellungen (z. B. zu optimierten Geschäftsmodellen) ist vor allem auch die Leistungsfähigkeit der operativen Ebene, wie dem Technologie- und Anlagenmanagement, für den Geschäftserfolg entscheidend. Eine weitere Besonderheit ist die hohe Bedeutung der öffentlichen Hand für die Finanzierung der Infrastruktur mit der Notwendigkeit einer entsprechend angepassten betriebswirtschaftlichen Steuerung.

Anlagen-intensive Unternehmen

Seit 30 Jahren begleiten wir erfolgreich unsere Kunden. Dafür decken wir mit unseren Kompetenzfeldern den vollständigen Prozess zu deren Weiterentwicklung und Transformation ab. Angefangen von der Unterstützung strategischer Fragestellungen, deren Überführung in tragfähige Geschäftsmodelle, über das laufende Performance-Management bis hin zur Verankerung der Weiterentwicklung in der Organisation und den Prozessen stehen uns praxiserprobte Methoden und Vorgehensweisen zur Verfügung. Neben konzeptionellen Projekten unterstützen wir Infrastrukturgroßprojekte auch operativ durch die Übernahme des Projektmanagements und der Projektsteuerung. Gleichzeitig erlaubt uns die Kooperation mit einem großen Expertennetzwerk sowie akademischen Einrichtungen wie den Instituten für Betriebswirtschaftslehre (IfB) sowie Marketing und Handel (IMH) der Universität St. Gallen, auch Spezialthemen abzudecken und den neuesten Stand der Wissenschaft mit einzubeziehen.

Dieser Erfahrungshintergrund ermöglicht uns differenzierte Beratungsleistungen, welche die spezifischen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse – gerade im Bereich der infrastrukturgetriebenen Unternehmen – berücksichtigen. ​

Unsere Kompetenzfelder. Ein Überblick.

Wir begleiten unsere Kunden von der Strategieentwicklung bis zur Transformation ihrer Organisation. ​Die beiden Schwerpunkte Asset Management und Digitalisierung ziehen sich dabei durch alle Kompetenzfelder. 

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Strategie und Konzeptentwicklung

Ziel der Strategieentwicklung ist die Schaffung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden. Im Mittelpunkt einer Strategie stehen eine zielgerichtete Situationsanalyse, eine klare strategische Idee und eine realisierbare Umsetzung. Mit unserer Expertise und langjährigen Erfahrung aus der Strategieberatung bringen wir hierfür sowohl das notwendige konzeptionelle Rüstzeug als auch tiefe Kenntnisse zu Branchen, den relevanten Trends und Erfolgsfaktoren ein.
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Geschäftsmodelle

Geschäftsmodelle konkretisieren die Strategie in nachhaltige Erlösmodelle. Dabei erachten wir die systematische Verbesserung des Geschäftsmodells mehr als nur eine einfache Berechnung einiger neuer business cases, die marginale Veränderungen zum Status Quo darstellen. Für uns geht es um eine methodisch gestützte Überprüfung der gesamten Konfiguration der Wertschöpfung und ihrer Kapitalisierung. Mit unseren Erfahrungen und Frameworks bieten wir eine umfassende Bewertung und Optimierung bestehender sowie Entwicklung von neuen, innovativen Geschäftsmodellen.
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Performance Measurement

Performance Measurement stellt die Operationalisierung und Steuerbarkeit einer Strategie sicher. Abstrakte strategische Ziele werden in konkrete operative KPI und Messgrößen übersetzt. Die Grundlage ist eine strukturierte Treiberanalyse auf Basis der strategischen Ziele unter Berücksichtigung der vorhandenen Rahmenbedingungen, Pain Points etc. Die Durchgängigkeit zur Ebene der operativen Steuerung ist sicherzustellen, um ein strategieorientiertes Steuerungssystem zu erhalten. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Sicherstellung einer messbaren Strategie die Leistungsfähigkeit einer Organisation nachhaltig steigert. Darum unterstützen wir unsere Kunden gezielt bei der Analyse, Entwicklung und Implementierung strukturierter Steuerungssysteme und Performance Cockpits, sowohl auf strategischer als auch operativer Ebene.
ProzessablaufProzessablauf

Prozesse / Strukturen

Anpassungen von Prozessen und Strukturen sind für uns in der Regel der letzte Schritt. Auslöser können z. B. Strategieprojekte, Optimierungen von Ineffizienzen oder angepasste Geschäftsmodelle sein, die jeweils zu einem entsprechenden Anpassungsbedarf führen. Mit unseren Erfahrungen unterstützen wir zum einen durchgehende Projekte von der Strategiedefinition bis zur Transformation der Organisation mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Struktur. Zum anderen stellen wir reichhaltige Erfahrungen in der Etablierung eines strukturierten und integrierten Prozess- und Qualitätsmanagements bereit, als Basis für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der operativen Ebene.
Vernetzte WeltVernetzte Welt

Asset Management

Aus der traditionellen eher kurzfristig operierenden Instandhaltung wird zunehmend ein vorausschauendes Asset Management. Sowohl Umfang als auch Anforderungen an die Anlageninfrastrukturen steigen. Die Folgen dieser zunehmenden Komplexität der Anlageninfrastrukturen sind auf der Basis von Anlagenstrategien und der präzisen Planung und Steuerung der Lebenszyklen zu beherrschen. Vor diesem Hintergrund umfasst für uns das Asset Management die optimierte Anlagenbewirtschaftung (Kosten, Performance) über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage auf strategischer, technologischer und operativer Ebene. Basierend auf den etablierten Standards (ISO, PAS etc.) haben wir Methoden und Vorgehensweisen entwickelt, um passgenaue Asset Management Systeme mit unseren Kunden gemeinsam zu entwickeln und zu etablieren.
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Digitalisierung

Die Digitalisierung ist für die Unternehmen ein breites Betätigungsfeld. Sie bietet Chancen angefangen von der grundsätzlichen Innovation des eigenen Geschäftsmodells bis hin zur Optimierung der operativen und administrativen Prozesse. Neben den Chancen steigen gleichzeitig die Herausforderungen für das Datenmanagement und die Sicherheit der IT-Systeme. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht allein auf der IT-Ebene vollumfänglich genutzt werden können. Wir unterstützen Unternehmen bei der ganzheitlichen Transformation auf den Ebenen der Prozesse, des Daten- und Skills-Managements sowie bei der Etablierung eines stringenten Sicherheitssystems. Hierfür greifen wir sowohl auf unsere langjährige Erfahrung im Prozessmanagement als auch bei Digitalisierungsprojekten zurück.

Ihre Ansprechpartner.

Dr. Mathias Fontin
Managing Partner

Dr. Mathias Fontin ist Managing Partner der Fontin & Company Management Consulting GmbH. Er ist auf Unternehmensstrategien und Geschäftsmodelle in infrastrukturgetriebenen Unternehmen spezialisiert. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an den  Universtäten München und St. Gallen hat er in der Beratung und in der Industrie gearbeitet. 
Er promovierte anschließend am Institut für Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen. 

1995 gründete er Fontin & Company, wo er seitdem als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist. In dieser Funktion war Herr Dr. Fontin in einer Vielzahl von Projekten in den Bereichen Infrastrukturen, Öffentliche Hand, Versorgung, Industrie und Technologieentwicklung tätig. Er ist zudem seit 2019 schwedischer Honorarkonsul.

Matthias Verheyen
Partner

Der Schwerpunkt von Matthias Verheyen liegt auf der Beratung infrastrukturgetriebener Unternehmen, v. a. aus den Branchen Öffentlicher Verkehr, Energie / Versorgung und Chemie. Dabei beschäftigt er sich im Wesentlichen mit Fragestellungen zu den Themen Anlagen- und Infrastruktur-management, Strategie und Organisation sowie Kennzahlen- / Steuerungssysteme. 

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Marburg startete er 1998 seinen beruflichen Werdegang in der Unternehmensberatung, seit 2003 ist er bei der Fontin & Company Management Consulting GmbH beschäftigt.

Fontin & Company. Seit über 30 Jahren erfolgreich am Markt.

Seit über 30 Jahren arbeiten wir eng sowohl mit großen multinationalen Konzernen als auch mittelständischen und kommunalen Unternehmen zusammen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, von der Gründung vor 30 Jahren bis heute, hat sich viel gewandelt. Damals steckte die Digitalisierung noch in den Kinderschuhen: Microsoft stellte gerade seine erste Homepage ins Internet. Das Thema Mobilität war noch weit entfernt von der heutigen Dynamik und an die Energiewende wurde noch nicht gedacht. Seitdem haben sich die Branchen und Themen weiterentwickelt. Wir konnten  diese Entwicklung begleiten und uns als kompetenter Partner etablieren. Dabei steht für uns seit dem ersten Tag der Kunde und seine Herausforderungen in Bezug auf Strategien, Geschäftsmodellen, Managementprozessen und Anlagenarten an erster Stelle. Im Laufe der Jahre haben sich die Erfahrungen aus den Projekten zu einem Pool an wertvollen Ideen und praxiserprobten Lösungsansätzen geformt, den wir in der Beratungsarbeit aktiv einbringen können.

Dafür sagen wir Danke.

Danke an unsere Kunden, die uns seit Jahren vertrauen und sich auf unsere Beratungsleistungen verlassen. Wir freuen uns auch zukünftig auf herausfordernde Projekte und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Der Dank gilt auch unseren hervorragenden Mitarbeitern, ohne deren Engagement, kreative Problemlösungsansätze und starkem Zusammenhalt die Reise für Fontin & Company nicht möglich gewesen wäre.

Präqualifiziert für Projekte der Deutschen Bahn – wir haben es schwarz auf weiß!

Seit Juli sind wir offiziell für zahlreiche Consulting-Warengruppen bei der Deutschen Bahn AG präqualifiziert – von Strategie über Projektmanagement bis hin zum Qualitätsmanagement.

Wir sind damit berechtigt, unsere Expertise in einem der größten Infrastruktur-Netze Europas einzubringen.

Hintergrund
Die offizielle Präqualifikation bei der Deutsche Bahn AG setzt einen umfangreichen Nachweis erfolgreich abgeschlossener Managementberatungsprojekte (Referenzen) voraus. Neben Aktualität und Volumen der Referenzprojekte, kommt es vor allem auf die Inhalte der jeweiligen Beratungsleistung sowie die zugehörigen Referenzkunden an.

Unsere aktuellen Präqualifikationen bei der DB im Überblick:

  • Strategische Unternehmensplanung
  • Unternehmensanalyse
  • Governance- und Steuerungsinstrumente
  • Change Management & Interne Kommunikation
  • Instandhaltung
  • Projektorganisation & Projektmanagement
  • Beratung zu Unternehmensführung & Organisation
  • Beratung zu Personalwesen & -entwicklung
  • Beratung zu Technik
  • Qualitätssicherungssysteme und Qualitätsmanagement

Mit der erfolgreich abgeschlossenen Präqualifikation und der offiziellen Urkunde in der Hand freuen wir uns darauf, die Deutsche Bahn AG und ihre verbundenen Unternehmen bei der Gestaltung einer effizienten, nachhaltigen und zukunftssicheren Infrastruktur zu unterstützen.

Baustart: Der SuedLink wird Realität – und wir sind mittendrin.

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Mit dem offiziellen Baubeginn in einigen Bundesländern startet eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Energiewende in die Umsetzungsphase, was jahrelang geplant, geprüft und vorbereitet wurde. Als Unternehmen sind wir stolz zusammen mit unseren Partnern einen aktiven Beitrag zur Projektumsetzung und damit zum Ausbau einer stabilen und nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland zu leisten.

Unser Beitrag:

  • Expertise im Bereich Projektsteuerung – mit standardisierten toolgestützten Projektmanagement Methoden
  • Koordination & Steuerung von Nachunternehmen – mit Fokus auf Kosten & Leistung, Qualität und partnerschaftliche Zusammenarbeit
  • Engagement für einen reibungslosen Projektablauf vor Ort – mit Blick auf Sicherheit, Zeit und Budget
  • Transparente Kommunikation & Reporting – für datenbasierte Entscheidungen und durchgängige Transparenz über alle Projektebenen

Unser Fazit:
Herausfordernde Projekte, wie der Suedlink mit einer Gesamtlänge von etwa 700 Kilometer, mit der Durchquerung von 6 Bundesländern und einer Bauzeit von mehreren Jahren, gelingen nur gemeinsam. Sie zeigen, was möglich ist – wenn Know-how, Verantwortung und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Stakeholdern funktionieren.

 

Sie möchten mehr über die Unterstützung komplexer Infrastrukturprojekte, unsere Expertise oder unser Team erfahren? Dann melden Sie sich gern bei uns: [email protected]

Updates der Frameworks - Was sind die Folgen für das Asset Management von Infrastrukturbetreibern?

2024 war ein bewegtes Jahr im Kontext strategischer und operativer Asset-Management-Rahmenwerke. Wer sich mit strukturierten Managementansätzen beschäftigt, wird bemerkt haben: Sowohl die GFMAM Landscape als auch die ISO 5500x-Reihe wurden überarbeitet – und liefern wertvolle Impulse für Standards, Prozesse und strategische Einbettung. Es wurden neue Richtlinien zu den Themen „Development of Public Policies“ (ISO 55011), „People Involvement and Competence” (ISO 55012) und „Management of Data Assets” eingeführt. Sie ergänzen ISO 55000 und 55001, die das Warum und Was beschreiben, in einer Art Hilfestellung und Anleitung in dem Wie – und verbessern die Anwendbarkeit der ISO 5500x-Reihe auf Projekten.

Doch insbesondere die neue Version (V4) der IAM Anatomy, veröffentlicht im Juni 2024, hebt die Diskussion auf eine neue Ebene. Die Überarbeitungen waren umfangreich und beziehen sich u.a. auf das Grundmodell des Frameworks der IAM, das „10-Box-Capability-Model“ – ehemals mit sechs Kernelementen. Es wurden die Kernelemente des Asset Managements stärker differenziert und Asset Management umfassender und anschlussfähiger gedacht. Weitere Änderungen beziehen sich auf die Erweiterung der einleitenden Kapitel, die Themenbereiche, die anhand der neu 10 Kernelemente strukturiert und erweitert wurden und die Ergänzung der Referenzen. Die aktuelle Version verweist anders als noch die V3 auf eine breitere Basis an Quellen – von ISO-Normen über die GFMAM bis hin zu sektorübergreifenden Publikationen. Auch die Anzahl der IAM internen Verweise hat zugenommen: The Big Picture, Reifegrad und das Tool zur Reifegradbewertung (SAM+), Subject Specific Guidance Documents (SSGs) etc.

Aus unserer Erfahrung spiegeln sich aus dieser Überarbeitung folgende Wirkungen wider:

Asset Management als ganzheitlichen Führungsansatz

Die IAM Anatomy V4 betont stärker als zuvor, dass Asset Management kein technischer Teilaspekt, sondern ein organisationsweites Führungs- und Steuerungssystem ist. Die neue Struktur mit eigenständigen Elementen wie Leadership & Governance, Decision-Making oder dem erweiterten Kernelement Strategy & Planning macht deutlich: Asset Management wird zunehmend als integrierter Bestandteil von Unternehmensführung verstanden – und fordert damit auch eine strategischere Verankerung in Projekten und Programmen.

Stärkere Integration mit angrenzenden Themen und Systemen  

Ein zentrales Ziel war die bessere Verknüpfung mit angrenzenden Themenfeldern und bestehenden Managementsystemen. Begriffe, Prinzipien und Referenzen wurden konsistenter aufbereitet, um z.  B. Bezüge zu Nachhaltigkeit (ESG), IT-Sicherheit (z. B. Cybersecurity) oder Risikomanagement einfacher herzustellen. Für Projekte bedeutet das: Schnittstellen zu bestehenden Systemen (z. B. ISO 9001, ISO 31000 oder ESG-Berichtspflichten) lassen sich klarer und methodisch abgesichert gestalten.

Stärkung des strategischen Steuerungsrahmen ohne die operative Umsetzung zu vernachlässigen

Die IAM Anatomy V4 schafft eine deutlichere Trennung zwischen strategischer Zielsetzung und operativer Umsetzung – und zeigt zugleich klar auf, wie beide Ebenen systematisch miteinander verbunden sind. Entscheidungsfindung, strategische Planung und Zielübersetzung stehen stärker im Fokus, ohne den operativen Lifecycle zu vernachlässigen. Diese Neugewichtung stärkt die Rolle des Asset Managements als strategisches Steuerungsinstrument – ein Aspekt, der sich gerade in frühen Projektphasen und in Transformationsvorhaben positiv bemerkbar macht. Auch in von uns durchgeführten Reifegradbewertungen spiegelt sich wider, dass die operativen Themenbereiche oft sehr gut aufgestellt sind, andere Bereiche aber noch Potenzial zu Verbesserungen zeigen.

Nach unserer Erfahrung bietet die überarbeitete IAM Anatomy V4 in der Praxis mehr als nur eine neue Struktur – sie stellt ein praxisnahes, anschlussfähiges Referenzmodell dar, das Orientierung für Aufbau, Weiterentwicklung und Integration von Asset Management in Unternehmen gibt. Wir nehmen folgende Punkte konkret auf unsere Projekte mit:

  • Strategische Klarheit durch stärkere Differenzierung von Rahmen, Planung und Umsetzung
  • Bessere Anschlussfähigkeit an Themen wie Governance, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung
  • Mehr Handlungsorientierung durch konkretere Begriffsdefinitionen und systematisierte Verweise zu Methoden und Tools

Die Inhalte liefern damit nicht nur ein gemeinsames Begriffsverständnis, sondern auch eine konkrete Arbeitsgrundlage, um Asset Management ganzheitlich und unternehmerisch zu gestalten. Aber: Die Vergleichbarkeit im Rahmen von zum Beispiel Reifegradbewertungen oder der Strukturierung und Steuerung von Entwicklungsprogrammen wird aufgrund der umfangreichen Anpassungen allenfalls schwieriger – es muss ein vollständiges Mapping auf das neue „10-Box-Capability-Model“ erfolgen.

Noch ist die IAM Anatomy V4 ausschließlich auf Englisch verfügbar. Viele Tools und Methoden orientieren sich weiterhin am 6-Box-Modell – auch weil Übergangsprozesse noch in vollem Gange sind. Die IAM arbeitet derzeit daran und aktualisiert neben den Umsetzungshilfen (SSGs) und die Tools (z. B. SAM+, das Reifegrad-Tool des IAM). Die Übersetzung der Anatomy V4 ins Deutsche wird aktuell durch das IAM DE Chapter vorangetrieben – hier sind wir von Fontin & Company aktiv beteiligt.