Mobilität. Die Zukunft des Verkehrs gestalten.

Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten, intermodaler Verkehr und Reduktion der Emissionen werden die Mobilität in den kommenden Jahren stark verändern. Dies stellt Anbieter von Mobilitätslösungen vor eine Reihe von Herausforderungen, um im Wettbewerb mit alternativen Konzepten bestehen zu können. Gleichzeitig steigt der Druck zur Vernetzung zwischen den Systemen, um Nutzern und Kunden einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen.

Unsere Expertise. Ein Auszug aus unseren Leistungen.

Wir haben langjährige Erfahrung in der Unterstützung von Mobilitätsanbietern: Von strategischen Fragestellungen bis zur Optimierung auf operativer Ebene.

Digitalisierung. Chancen nutzen.

Digitalisierung eröffnet Bahnunternehmen eine Reihe von neuen Möglichkeiten zur Erhöhung der Effizienz, Verfügbarkeit, Sicherheit und Service-Qualität. Allerdings steigen die Anforderungen gleichermaßen: die Daten vernetzter Anlagen müssen gemanagt, gestiegene Kundenansprüche befriedigt und IT-bezogene Risiken eingegrenzt werden. Erfolgreiche Bahnunternehmen benötigen einen holistischen Ansatz, welcher das Gesamtbild einbezieht und gleichzeitig pragmatisch in kleinen Schritten vorangeht.

Ausgewählte Digitalisierungsthemen in der Mobilitätsbranche, die wir zur Zeit mit unseren Kunden diskutieren.

Die technische Überwachung ist ein zentraler Teilbereich des Infrastrukturmanagements mit einem wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung von Anlagenverfügbarkeit und Sicherheit. Weiterhin ist er ein zentraler Informations- und Datenlieferant für das Lifecycle-Management und dem Ziel der Kostenoptimierung.  

Damit soll den zunehmenden Herausforderungen begegnet werden, mit welchen die Managementebene der Bahninfrastruktur und damit auch die technische Überwachung konfrontiert sind. Gestiegene Netzauslastung bei erhöhter Anlagenverfügbarkeit oder reduzierte Budgets für Überwachung und Unterhalt bei gleichzeitig hohen Sicherheitsanforderungen sind zentrale Schlagworte. Vor diesem Hintergrund erscheint die Digitalisierung als zentraler Hebel, um sowohl Effizienz als auch Effektivität der technischen Überwachung zu erhöhen. Besonders viel Aufmerksamkeit erfährt in diesem Zusammenhang derzeit der Ansatz einer Predictive Maintenance, verspricht er doch die Lösung für verschiedene Herausforderungen:

  1. Erhöhung der Verfügbarkeit / Minimierung der Ausfälle
  2. Senkung der Unterhalts- und Lebenszykluskosten
  3. Verlängerung der Anlagenlebensdauer
  4. Erhöhung der (Arbeits-)Sicherheit

Allerdings zeigt die Erfahrung, dass die Umsetzung nicht trivial ist. Zentral ist die durchgehende Betrachtung der Wertschöpfungskette von der Erfassung der Daten (Zustands-, Betriebsdaten und ergänzende Informationen) über deren Auswertung bis zur Ableitung von Instandhaltungsmaßnahmen. Eine Zustandsprognose erfordert eine hohe Qualität an Zustandsdaten, was in der Regel eine automatisierte Erfassung erfordert. Nur dann können belastbare Empfehlungen für Unterhaltsmaßnahmen abgeleitet werden. Vor diesem Hintergrund sollte eine Initiative zur Predictive Maintenance immer am Anfang der Wertschöpfungskette ansetzen und anhand eines strukturierten Vorgehens attraktive Use Cases identifizieren, bewerten und dann umsetzen.

Darauf aufbauend ist in der Regel eine Anpassung der Instandhaltungs- und Wartungsprozesse erforderlich. Alle Elemente müssen durch ein ausreichendes Skill-Set verbunden sein. Erst dieses Zusammenspiel erlaubt die vollständige Ausschöpfung des Potenzials von Predictive Maintenance. Wichtig ist auch, eine langfristige Betrachtungsweise einzunehmen, bis die Effekte umfänglich eintreten. Dann, auch das zeigt unsere Erfahrung bei infrastrukturgetriebenen Unternehmen, sind diese signifikant.

Nutzer der SAP Business IT Suite sehen sich der Herausforderung des (forcierten) Upgrades auf S/4HANA gegenüber – die Unterstützung der alten Versionen läuft in den kommenden Jahren aus und die recht komplexe Migration erfordert, sich bereits heute mit der Thematik zu befassen.

Dabei bietet S/4HANA gerade für anlagenintensive Unternehmen eine Reihe von Chancen. Die neue Suite ist auf Rechenleistung und Vernetzung ausgerichtet, welche den steigenden Datenmengen und -verarbeitungsvolumen aus der Digitalisierung u.a. des Anlagenmanagements gerecht wird. Es bietet den vernetzten Systemen das technologische Rückgrat, welches mittels Machine Learning und KI Struktur ein Verständnis in die Datenmengen bringen kann. Dazu wurden bestimmte Module z.B. bei der Instandhaltung, beim Building Information Modelling und der Prozesssteuerung hinsichtlich Rechenleistung und Funktionalisierung erweitert und erlauben nun weitgehende Automatisierungsoptionen.

Daneben ist zu prüfen, inwiefern die neue Business IT Möglichkeiten bietet, die Prozesse zu optimieren.

Nach unserer Erfahrung stellt der Prozessreview, gerade parallel zur bereits an sich herausfordernden technischen Implementierung, eine kritische Komponente beim Upgrade der Business IT dar. Bahnunternehmen haben richtigerweise als Chance erkannt, ihre Arbeitsabläufe und Schnittstellen zu optimieren. wie diese Struktur in Zukunft gestaltet werden muss, um der Komplexität des digitalen Zeitalters erfolgreich zu begegnen.

Das Thema Cyber Security, vor allem auch im Hinblick auf zentrale Infrastrukturanlagen, ist derzeit ein bestimmendes Thema bei allen beteiligten Entscheidern. Eine entsprechend hohe Bedeutung besitzt es auch für den öffentlichen Verkehr und bei der Eisenbahninfrastruktur.

Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie die Vernetzung von Systemen, Anlagen und Dienstleistungen erhöht die Komplexität der IT-Infrastruktur. Daraus erhöht sich allerdings auch die Angriffsfläche für Cyber Security Attacken. Daneben müssen diverse, durch (ISO-) Normen und Frameworks vorgeschriebene, Mindeststandards an IT-Sicherheit berücksichtigt werden.

Ein Blick auf die Bahninfrastrukturunternehmen zeigt, dass die Thematik ernst genommen, aber häufig nur unzureichend umgesetzt wird. Man kann eine gewisse Unsicherheit beobachten, welche zusätzlich zur Komplexität der Digitalisierungsaufgaben berücksichtigt werden muss. Parallel stocken die Infrastrukturbetreiber Kapazitäten zur Abwehr von Cyber Security auf und entwickeln Konzepte, um ihre Angriffsfläche zu verkleinern.

Eine erfolgreiche Strategie gegen Cyber Security Angriffe setzt sowohl an der Organisation als auch der Technik an. Auf der Ebene der Organisation steht ein robustes Policy-Framework, welches den Regeln, Verantwortlichkeiten und Ressourcen einen Rahmen vorgibt. Der Fokus sollte hier ebenso auf der Schulung und Sensibilisierung aller Mitarbeiter wie auch der Abwehrkräfte mittels dezidierter Teams gelegt werden. Auf der Ebene der Technik verringert Standardisierung von Anlagentypen die technische Komplexität und somit auch die Vulnerabilität für Cyber Security Angriffe. Schlussendlich sollte Prävention die herausragende Rolle spielen, ohne die Bereiche Detektion und Reaktion zu vernachlässigen.

Mit der Digitalisierung von Anlagen und Prozessen haben auch agile Methoden des Projektmanagements Einzug in die Unternehmen gehalten. Diese sind mit ihren kurzen Feedback-Intervallen und Sprint-Zyklen besonders geeignet für die Schnelligkeit und Interaktivität digitaler Projekte. Allerdings stellt diese auch besondere Herausforderungen sowohl an die Projektorganisation per se als auch an das Portfolio-Management.  

Während allerdings im Bereich des agilen Projektmanagements auf erfahrene Projektleiter oder externe Unterstützung zurückgegriffen werden kann, ist die Lage bei der Portfoliosteuerung ungleich komplexer. Agil gemanagte Projekte sind tendenziell eher kleinteiliger, um die Vorteile an Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Umsetzung voll nutzen zu können. Dies hat allerdings Auswirkung auf die Gesamtanzahl der Projekte sowie deren Interdependenzen, dessen Steuerung und Koordination dem Portfolio-Management zufällt.  

Die Integration zusätzlicher Elemente des Prozessmanagements (z.B. Scaled Agile Framework / SAFe) kann Abhilfe schaffen. Kerngedanke ist die Einnahme einer holistischen Betrachtung des Produktzyklus, welche neben der Organisation von verschiedenen, parallelen Projekten auch u.a. die strategische Unternehmensführung mit einbezieht. Der Ansatz gibt den Nutzern Leitplanken zur Umsetzung basierend auf mehreren Grundprinzipien und -werten an die Hand. Die eigentliche Implementierung sollte anschließend an die Besonderheiten der Organisation angepasst werden.  

Neben den Anforderungen an das Prozessmanagement bestehen Herausforderungen im Bereich Knowledge Management hinsichtlich der Skalierbarkeit von Kompetenzen und Wissen – die in agilen Teams gelebte Zusammenarbeit über Hierarchie und Organisationseinheiten (z.B. IT, F&E, Betrieb) sollte ebenso auch zwischen den Projektteams gelebt und Best Practices transferiert werden. Daneben sollten Portfoliomanager die Planungsfalle vermeiden: bei zu großem Mikromanagement entstehen Ineffizienzen aufgrund der zu zahlreichen Meetings zur Abstimmung und Überwachung. Abhilfe schafft hier die klare Definition und Kommunikation von Methoden und Praktiken zur Ordnung der Abläufe und Prozesse. Nur auf diese Weise kann eine weitgehende Autonomie der Projektteams gewährleistet werden, ohne dass das Portfoliomanagement den Überblick und somit seine Steuerungsfunktion verliert.  

Fontin & Company. Thema!

Hintergründe und Analysen zu aktuellen Themen: Die Fontin & Company Thema!-Reports.

Erfolgreiches Anlagenmanagement für große Infrastrukturen, Netze oder Flotten in der Bahnindustrie

Optimierung der Fertigungstiefe in anlagenintensiven Unternehmen z.B. der Instandhaltung

Anlagenzustandsbericht: Transparenz zum Anlagenzustand und Mittelbedarf

Datenmanagement von Infrastrukturanlagen

Steigerung von Effektivität und Effizienz des Anlagenmanagements durch Industrialisierung

Kostenoptimierung im Anlagenmanagement – Asset Management 2.0

Ein Jahr SVIK – und die Erwartungen sind nach wie vor immens.

Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) in Höhe von 500 Mrd. EUR wurde vor etwa einem Jahr mit dem Anspruch auf den Weg gebracht, einen echten Modernisierungsschub für Deutschland auszulösen.

Zugleich wird aktuell intensiv diskutiert, ob die Mittel bislang tatsächlich zusätzlich und zielgerichtet eingesetzt werden oder gar zweckentfremdet wurden.
Unabhängig von dieser zu Recht geführten Debatte gilt jedoch: Der Erfolg des SVIK wird sich nicht an der Höhe der Mittel messen – sondern an ihrer Wirkung.

Die Erwartungen sind hoch:

  • Abbau Investitionsstau für Infrastrukturen in den Bereichen Verkehr, Bildung, Energie und Digitalisierung
  • Beschleunigung von Planung und Umsetzung großer Infrastrukturvorhaben
  • Erhöhte Transparenz und Wirkungsorientierung bei staatlichen Investitionen
  • Beitrag zu Klimaneutralität und Resilienz öffentlicher Infrastrukturen
  • Nachhaltiger Mehrwert statt kurzfristiger Mitteleffekte
  • Spürbarer Nutzen für Bürger und Wirtschaft (Mobilität, Verlässlichkeit und Qualität)

Aus unserer Sicht sind für die tatsächliche Nutzung der verbleibenden Mittel aus dem SVIK fünf zentrale Fragen zu beantworten:

  1. Was wollen wir optimieren?
  2. Was brauchen wir wirklich – Stichwort: effektive Mittelverwendung?
  3. Wie erreichen wir die Ziele möglichst effizient?
  4. Sind die Lebenszykluskosten berücksichtigt, d.h. erfolgen die Investitionen unter Berücksichtigung aller nachlaufenden Kosten (Betrieb, Instandhaltung, Energie etc.)?

Sind wir professionell genug, die Infrastruktur optimal zu bewirtschaften, d.h. stellt ein professionelles Anlagenmanagement die nachhaltige und systematische Bewirtschaftung der kostenintensiven Infrastruktur sicher?

Diese Fragen sind für alle aus dem SVIK finanzierten übergreifend bzw. spezifisch für die einzelnen Infrastrukturprojekte vorab zu beantworten.
Darauf aufbauend sind alle geplanten Vorhaben zu prüfen und zu begründen, was zum Analysieren und Hinterfragen zwingt. Es sind dann Entwicklungscluster zu bilden, Projekte zu priorisieren und auszuwählen sowie die Umsetzung inkl. Steuerung und Monitoring zu starten.

Aus 30 Jahre Erfahrung von Fontin & Company in der Unterstützung von Infrastrukturbetreibern wissen wir: Nur wenn Investitionen strategisch priorisiert, professionell umgesetzt und langfristig bewirtschaftet werden, kann das SVIK seine volle Wirkung entfalten. 

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Projektmanagement gemäß Project Management Institute (PMI)

Eine der bekanntesten internationalen Herangehensweisen im Projektmanagement ist der Ansatz des Project Management Institute (PMI). Seit der Veröffentlichung des Standards im Rahmen des dazugehörigen Project Management Body of Knowledge Guide (PMBOK Guide) in den 1980er-Jahren hat sich dieser weltweit als Referenz für strukturiertes Projektmanagement etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Projektlebenszyklus nach PMI strukturiert Projekte dabei in fünf zentrale Prozessgruppen:

  • Initiating 
  • Planning 
  • Executing
  • Monitoring & Controlling
  • Closing 

Projekte werden zunächst definiert und organisatorisch aufgesetzt, anschließend – teilweise auch parallel – detailliert geplant und danach umgesetzt. Gleichzeitig sorgt ein kontinuierliches Monitoring & Controlling dafür, dass Fortschritt, Kosten, Qualität und Risiken laufend überwacht und gesteuert werden.

Diese Struktur bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Klare Struktur entlang des gesamten Projektlebenszyklus
  • Ganzheitliche Planung von Scope, Zeit, Kosten, Qualität und Risiken
  • Kontinuierliche Steuerung während der Umsetzung
  • Hohe Flexibilität für unterschiedliche Projektgrößen und Branchen

Doch wie bei vielen Methoden gilt auch hier:
Theorie ist wichtig – im Projektalltag zählt vor allem die pragmatische Anwendung der Methoden und die Fähigkeit, in einem dynamischen Umfeld flexibel auf unerwartete Ereignisse zu reagieren.

In komplexen Großprojekten unserer Kunden setzen wir daher seit Jahren erfolgreich projektspezifische Elemente der PMI-Methodik ein – etwa in den Bereichen Übertragungsnetze, Energieversorgung, Eisenbahn, Straße und Infrastruktur.

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Projektmanagement-Methode HERMES in der Praxis

Wer Projekte in der Schweiz durchführt – insbesondere im öffentlichen Umfeld wie in den Bereichen Bahn, Straße, Energie – kommt an HERMES als Projektmanagement-Methode kaum vorbei. Ursprünglich wurde sie 1975 im IT-Umfeld entwickelt, heutzutage wird die PM-Methode auch darüber hinaus angewendet. Als etablierter Standard ist sie damit auch für uns seit Jahren prägend in den Beratungsprojekten in der Schweiz.  

Im Kern steht ein klar strukturiertes Vorgehen im Phasenmodell:
Initialisierung → Konzept → Realisierung → Einführung → Abschluss.

Dabei ist HERMES keineswegs auf ein „klassisches Wasserfall-Vorgehen“ beschränkt. Je nach Projektart lässt sich die Methode sowohl klassisch als auch agil anwenden. Die Umsetzung kann iterativ erfolgen, während Governance, Entscheidungslogik und Ergebnisdokumentation stabil bleiben.

Was HERMES in der Praxis auszeichnet:

  • Klare Strukturen durch definierte Ergebnisse, Vorlagen und Entscheidungsmeilensteine
  • Transparente Governance mit verbindlichen Freigaben pro Phase
  • Flexibler Einsatz der Module und Szenarien je nach Projektart (z. B. IT, Organisations-entwicklung oder Daten- und Prozessoptimierung)
  • Hohe Nachvollziehbarkeit insbesondere relevant in regulierten Umfeldern

Ein weiterer Erfolgsfaktor: Die klare Trennung im Rollenmodell zwischen strategischer Steuerung (u.a. Auftraggeber, Lenkungsausschuss) und operativer Umsetzung (Projektleitung, Projektteam) schafft Klarheit bei Verantwortungen sowie Entscheidungen und stärkt insbesondere komplexe oder politisch sensible Projekte.

Im Vergleich zu gängigen Projektmanagementmethoden wie PRINCE2, PMBOK oder IPMA ist HERMES stärker auf das Schweizer Verwaltungsumfeld zugeschnitten und methodisch kompakter, verfolgt jedoch eine ähnliche Governance-Logik mit klar definierten Entscheidungsstufen.

Spannend ist die Frage, wie gut sich HERMES auch außerhalb der Schweiz einsetzen lässt – etwa in internationalen Programmen oder privatwirtschaftlichen Großprojekten.

 

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KRITIS-Dachgesetz: Resilienz entsteht durch wirksame Umsetzung

Mit dem Beschluss des KRITIS-Dachgesetzes durch den Bundestag am 29.01.2026 wird der gestiegenen Bedrohung kritischer Infrastrukturen in Deutschland vom Gesetzgeber Rechnung getragen.
Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der kritischen Infrastruktur. Es verlangt von Betreibern dieser Infrastrukturen u.a. Anlagen besser zu sichern und Personal ausreichend zu schulen. Gleichzeitig wird es aus unterschiedlichen Perspektiven aber auch kritisch diskutiert – etwa mit Blick auf Umsetzbarkeit, Transparenzpflichten, zusätzlichen regulatorischen Aufwand bzw. Doppelregulierung sowie die Auslagerung von Details in noch fehlende Rechtsverordnungen.
Unabhängig von der Detailbewertung des Gesetzes ist klar: Die Herausforderungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen sind real, vielfältig und hochaktuell.

Dazu zählen unter anderem:

  • Mutwillige Angriffe und Sabotage – cyber, physisch oder hybrid
  • Steigende regulatorische Anforderungen und deren konsistente Umsetzung
  • Folgen des Klimawandels wie Hitze, Starkregen und Hochwasser
  • Alterung kritischer Assets und steigender Investitionsbedarf

Wir von Fontin & Company unterstützen unsere Kunden – insbesondere Infrastrukturbetreiber aus den Bereichen Energie, Verkehr und Versorgung – diesen Herausforderungen ganzheitlich und pragmatisch zu begegnen.

Im Mittelpunkt steht dabei ein klar strukturiertes Vorgehen, das strategische Zielbilder, die Verankerung in der Organisation sowie operative Umsetzungshebel miteinander verbindet. Vielen Betreibern fehlt es an Transparenz zu ihren derzeitigen Lücken, um zielgerichtet an der Optimierung ihrer Sicherheit sowie ihrer Resilienz arbeiten zu können.
Denn Resilienz entsteht nicht allein durch Regulierung, sondern durch systematisches Handeln, klare Verantwortlichkeiten und eine wirksame Umsetzung im Betrieb der Infrastrukturbetreiber.

 

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Engagement von Fontin & Company im Institute of Asset Management (IAM)

Die Weiterentwicklung des Asset Managements lebt von einem offenen und unternehmensübergreifenden Austausch zu aktuellen Herausforderungen, branchenübergreifenden Sichtweisen, aktuellen Methoden und gemeinsamen Standards. Vor diesem Hintergrund sind mehrere unserer Mitarbeitenden aktiv im Institute of Asset Management (IAM) eingebunden.

Die regelmäßige Teilnahme an IAM-Jahreskonferenzen und Fachveranstaltungen rund ums Asset Management ermöglicht uns den kontinuierlichen Austausch mit weiteren Asset-Management-Verantwortlichen, Organisationen und Experten aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Dabei stehen Themen wie die Etablierung des strategischen Asset Managements, Sicherstellung Governance, die Integration mit bestehenden Managementsystemen oder auch die Abdeckung der steigenden Anforderungen in Bezug auf den Schutz kritischer Infrastrukturen im Fokus.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf der Weiterentwicklung und Anwendung der IAM Anatomy V4. Die Diskussionen rund um Inhalte, Reifegrade und praktische Umsetzbarkeit liefern wertvolle Impulse – sowohl für unsere Beratungsarbeit als auch für die Weiterentwicklung des Asset Managements als Managementpraxis.

Durch die aktive Mitwirkung unserer Mitarbeitenden im IAM stellen wir sicher, dass aktuelle Entwicklungen, internationale Best Practices und anerkannte Rahmenwerke direkt in unsere Projekte einfließen. 

 

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Präqualifiziert für Projekte der Deutschen Bahn – wir haben es schwarz auf weiß!

Seit Juli sind wir offiziell für zahlreiche Consulting-Warengruppen bei der Deutschen Bahn AG präqualifiziert – von Strategie über Projektmanagement bis hin zum Qualitätsmanagement.

Wir sind damit berechtigt, unsere Expertise in einem der größten Infrastruktur-Netze Europas einzubringen.

Hintergrund
Die offizielle Präqualifikation bei der Deutsche Bahn AG setzt einen umfangreichen Nachweis erfolgreich abgeschlossener Managementberatungsprojekte (Referenzen) voraus. Neben Aktualität und Volumen der Referenzprojekte, kommt es vor allem auf die Inhalte der jeweiligen Beratungsleistung sowie die zugehörigen Referenzkunden an.

Unsere aktuellen Präqualifikationen bei der DB im Überblick:

  • Strategische Unternehmensplanung
  • Unternehmensanalyse
  • Governance- und Steuerungsinstrumente
  • Change Management & Interne Kommunikation
  • Instandhaltung
  • Projektorganisation & Projektmanagement
  • Beratung zu Unternehmensführung & Organisation
  • Beratung zu Personalwesen & -entwicklung
  • Beratung zu Technik
  • Qualitätssicherungssysteme und Qualitätsmanagement

Mit der erfolgreich abgeschlossenen Präqualifikation und der offiziellen Urkunde in der Hand freuen wir uns darauf, die Deutsche Bahn AG und ihre verbundenen Unternehmen bei der Gestaltung einer effizienten, nachhaltigen und zukunftssicheren Infrastruktur zu unterstützen.

Baustart: Der SuedLink wird Realität – und wir sind mittendrin.

Mit dem offiziellen Baubeginn in einigen Bundesländern startet eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Energiewende in die Umsetzungsphase, was jahrelang geplant, geprüft und vorbereitet wurde. Als Unternehmen sind wir stolz zusammen mit unseren Partnern einen aktiven Beitrag zur Projektumsetzung und damit zum Ausbau einer stabilen und nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland zu leisten.

Unser Beitrag:

  • Expertise im Bereich Projektsteuerung – mit standardisierten toolgestützten Projektmanagement Methoden
  • Koordination & Steuerung von Nachunternehmen – mit Fokus auf Kosten & Leistung, Qualität und partnerschaftliche Zusammenarbeit
  • Engagement für einen reibungslosen Projektablauf vor Ort – mit Blick auf Sicherheit, Zeit und Budget
  • Transparente Kommunikation & Reporting – für datenbasierte Entscheidungen und durchgängige Transparenz über alle Projektebenen

Unser Fazit:
Herausfordernde Projekte, wie der Suedlink mit einer Gesamtlänge von etwa 700 Kilometer, mit der Durchquerung von 6 Bundesländern und einer Bauzeit von mehreren Jahren, gelingen nur gemeinsam. Sie zeigen, was möglich ist – wenn Know-how, Verantwortung und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Stakeholdern funktionieren.

 

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Updates der Frameworks - Was sind die Folgen für das Asset Management von Infrastrukturbetreibern?

2024 war ein bewegtes Jahr im Kontext strategischer und operativer Asset-Management-Rahmenwerke. Wer sich mit strukturierten Managementansätzen beschäftigt, wird bemerkt haben: Sowohl die GFMAM Landscape als auch die ISO 5500x-Reihe wurden überarbeitet – und liefern wertvolle Impulse für Standards, Prozesse und strategische Einbettung. Es wurden neue Richtlinien zu den Themen „Development of Public Policies“ (ISO 55011), „People Involvement and Competence” (ISO 55012) und „Management of Data Assets” eingeführt. Sie ergänzen ISO 55000 und 55001, die das Warum und Was beschreiben, in einer Art Hilfestellung und Anleitung in dem Wie – und verbessern die Anwendbarkeit der ISO 5500x-Reihe auf Projekten.

Doch insbesondere die neue Version (V4) der IAM Anatomy, veröffentlicht im Juni 2024, hebt die Diskussion auf eine neue Ebene. Die Überarbeitungen waren umfangreich und beziehen sich u.a. auf das Grundmodell des Frameworks der IAM, das „10-Box-Capability-Model“ – ehemals mit sechs Kernelementen. Es wurden die Kernelemente des Asset Managements stärker differenziert und Asset Management umfassender und anschlussfähiger gedacht. Weitere Änderungen beziehen sich auf die Erweiterung der einleitenden Kapitel, die Themenbereiche, die anhand der neu 10 Kernelemente strukturiert und erweitert wurden und die Ergänzung der Referenzen. Die aktuelle Version verweist anders als noch die V3 auf eine breitere Basis an Quellen – von ISO-Normen über die GFMAM bis hin zu sektorübergreifenden Publikationen. Auch die Anzahl der IAM internen Verweise hat zugenommen: The Big Picture, Reifegrad und das Tool zur Reifegradbewertung (SAM+), Subject Specific Guidance Documents (SSGs) etc.

Aus unserer Erfahrung spiegeln sich aus dieser Überarbeitung folgende Wirkungen wider:

Asset Management als ganzheitlichen Führungsansatz

Die IAM Anatomy V4 betont stärker als zuvor, dass Asset Management kein technischer Teilaspekt, sondern ein organisationsweites Führungs- und Steuerungssystem ist. Die neue Struktur mit eigenständigen Elementen wie Leadership & Governance, Decision-Making oder dem erweiterten Kernelement Strategy & Planning macht deutlich: Asset Management wird zunehmend als integrierter Bestandteil von Unternehmensführung verstanden – und fordert damit auch eine strategischere Verankerung in Projekten und Programmen.

Stärkere Integration mit angrenzenden Themen und Systemen  

Ein zentrales Ziel war die bessere Verknüpfung mit angrenzenden Themenfeldern und bestehenden Managementsystemen. Begriffe, Prinzipien und Referenzen wurden konsistenter aufbereitet, um z.  B. Bezüge zu Nachhaltigkeit (ESG), IT-Sicherheit (z. B. Cybersecurity) oder Risikomanagement einfacher herzustellen. Für Projekte bedeutet das: Schnittstellen zu bestehenden Systemen (z. B. ISO 9001, ISO 31000 oder ESG-Berichtspflichten) lassen sich klarer und methodisch abgesichert gestalten.

Stärkung des strategischen Steuerungsrahmen ohne die operative Umsetzung zu vernachlässigen

Die IAM Anatomy V4 schafft eine deutlichere Trennung zwischen strategischer Zielsetzung und operativer Umsetzung – und zeigt zugleich klar auf, wie beide Ebenen systematisch miteinander verbunden sind. Entscheidungsfindung, strategische Planung und Zielübersetzung stehen stärker im Fokus, ohne den operativen Lifecycle zu vernachlässigen. Diese Neugewichtung stärkt die Rolle des Asset Managements als strategisches Steuerungsinstrument – ein Aspekt, der sich gerade in frühen Projektphasen und in Transformationsvorhaben positiv bemerkbar macht. Auch in von uns durchgeführten Reifegradbewertungen spiegelt sich wider, dass die operativen Themenbereiche oft sehr gut aufgestellt sind, andere Bereiche aber noch Potenzial zu Verbesserungen zeigen.

Nach unserer Erfahrung bietet die überarbeitete IAM Anatomy V4 in der Praxis mehr als nur eine neue Struktur – sie stellt ein praxisnahes, anschlussfähiges Referenzmodell dar, das Orientierung für Aufbau, Weiterentwicklung und Integration von Asset Management in Unternehmen gibt. Wir nehmen folgende Punkte konkret auf unsere Projekte mit:

  • Strategische Klarheit durch stärkere Differenzierung von Rahmen, Planung und Umsetzung
  • Bessere Anschlussfähigkeit an Themen wie Governance, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung
  • Mehr Handlungsorientierung durch konkretere Begriffsdefinitionen und systematisierte Verweise zu Methoden und Tools

Die Inhalte liefern damit nicht nur ein gemeinsames Begriffsverständnis, sondern auch eine konkrete Arbeitsgrundlage, um Asset Management ganzheitlich und unternehmerisch zu gestalten. Aber: Die Vergleichbarkeit im Rahmen von zum Beispiel Reifegradbewertungen oder der Strukturierung und Steuerung von Entwicklungsprogrammen wird aufgrund der umfangreichen Anpassungen allenfalls schwieriger – es muss ein vollständiges Mapping auf das neue „10-Box-Capability-Model“ erfolgen.

Noch ist die IAM Anatomy V4 ausschließlich auf Englisch verfügbar. Viele Tools und Methoden orientieren sich weiterhin am 6-Box-Modell – auch weil Übergangsprozesse noch in vollem Gange sind. Die IAM arbeitet derzeit daran und aktualisiert neben den Umsetzungshilfen (SSGs) und die Tools (z. B. SAM+, das Reifegrad-Tool des IAM). Die Übersetzung der Anatomy V4 ins Deutsche wird aktuell durch das IAM DE Chapter vorangetrieben – hier sind wir von Fontin & Company aktiv beteiligt. 

 

Sie möchten mehr über die Frameworks im Asset Management, unsere Expertise oder unser Team erfahren? Dann melden Sie sich gern bei uns: [email protected]